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Afghanistan
Im Kreuzfeuer der Mächtigen

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Afghanistan ist geopolitisch von grosser Bedeutung.

Es verfügt nicht nur selbst über wertvolle Metalle, Erze, Erdgas und Öl, sondern liegt auch zwischen Regionen mit bedeutenden Reserven an Bodenschätzen wie das Kaspische Meer und Zentralasien. So ist Afghanistan immer wieder zwischen die Fronten geraten.

Seit 34 Jahren werden das Land und seine Bewohner von Kämpfen geplagt. Die internationalen Streitkräfte – wie US-, NATO- und ISAF-Truppen, führen den Krieg immer häufiger mit Drohnen. Taliban und andere aufständische Gruppen wenden Guerillataktiken an.

Die Opfer sind Zivilisten, die zwischen die Fronten geraten. Allein in den Monaten Januar bis Juni 2013 sterben 1319 Zivilpersonen, 2533 werden verletzt.

Standorte

Afghanistan
HauptstadtKabul
Bevölkerung31 Millionen Einwohner (2013)
AmtsspracheDari (Persisch), Paschtu
Lebenserwartung50 Jahre
BIP pro Kopf1‘100 US-Dollar (2012)
Kabul vKolumbien

Najmuddin - Direktor Orthopädiezentrum IKRK Kabul

Najmuddin

Najmuddin wird 1966 in Panjshir, Afghanistan, als erster Sohn der Familie geboren. Der Vater setzt hohe Erwartungen in ihn. 18 Jahre später werden diese abrupt zerstört, als Najmuddin mit dem Auto auf eine Landmine fährt.

vIsrael

Menschen vor Ort

vKolumbien

Farzana Sadat arbeitet im orthopädischen Zentrum des IKRK in Kabul. Omar Hemat hat bei einer Minenexplosion beide Beine verloren und ist dort Patient. Curzio Conrad arbeitet seit vielen Jahren als Übersetzer beim IKRK in Afghanistan. Abdul Wahab, Awal Khan und Mohammad Dawood besuchen mithilfe des IKRK ihre Angehörigen im Militärgefängnis Bagram. Sie schildern ihre Sorgen und Hoffnungen.

Was tragen Sie in Ihrer Tasche?

Worauf sind Sie stolz?

Wann sind Sie glücklich?

Worüber machen Sie sich Sorgen?

Wie stellen Sie sich die Zukunft Ihrer Kinder vor?

Der Konflikt

Afghanistan gerät Ende der 70er-Jahre ins Kreuzfeuer der Supermächte. Die Sowjets marschieren 1979 in Afghanistan ein, es folgen zehn Jahre Bürgerkrieg.

Danach ergreifen die Taliban die Macht. Seit zwölf Jahren nun kämpft die USA gemeinsam mit Nato-Truppen gegen die Al-Kaida. Nach diversen Anpassungen ihrer Kriegsziele planen die USA für 2014 den Abzug ihrer Streitkräfte.

Ein Ende der Unruhen ist dennoch nicht absehbar, zu instabil und zerstritten scheint das Land derzeit zu sein.

Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

1979 Letzter Stellvertreterkrieg zwischen USA und UdSSR Letzter Stellvertreterkrieg zwischen USA und UdSSR
Mudschaheddin-Kämpfer leisten in Afghanistan Widerstand gegen Reformen der linksgerichteten, herrschenden Partei Afghanistans (DVPA).
1989 Abzug der sowjetischen Truppen Abzug der sowjetischen Truppen
Mit der Unterzeichnung der Genfer Verträge vom 14. April 1988 wird der Rückzug der sowjetischen Truppen eingeleitet und 1989 vollzogen.
1992 Sieg der Mudschaheddin Sieg der Mudschaheddin
Präsident Najibullah wird gestürzt. Die Mudschaheddin, unter der Führung von Ahmad Shah Massoud, ergreifen die Macht. Anschliessend versinkt das Land in einem Bürgerkrieg. In dieser Zeit formieren sich die Taliban, die drei Jahre später die Stadt Kandahar im Süden Afghanistans einnehmen und sukzessive nach Kabul vordringen. Schliesslich weicht Massoud aus und zieht seine Truppen ins Panjshir-Tal zurück.
1996 Machtübernahme der Taliban Machtübernahme der Taliban
Die Taliban besetzen Kabul vollständig. 

Im Folgejahr erkennt Pakistan als erstes Land der Welt das Taliban-Regime an. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate folgen diesem Schritt.
2001 Tod von Massoud, Anschläge auf das World Trade Center Tod von Massoud, Anschläge auf das World Trade Center
Das Taliban-Regime schützt die Al-Kaida-Führung. «Der Krieg gegen Terror» beginnt.

Am 9. September 2001 fällt Taliban-Gegner Ahmad Shah Massoud in Afghanistan einem Selbstmordanschlag zum Opfer. Zwei Männer, die sich als marokkanisch-belgische Journalisten ausgeben, zünden während eines Interviews eine Bombe.
2001 - 2014 Krieg gegen die Taliban Krieg gegen die Taliban
Geplant war ein kurzer Krieg, doch es wird ein langer zäher Konflikt. 
An den bewaffneten Kämpfen sind Taliban und andere Aufständische, US- und Isaf-Truppen sowie die afghanische Sicherheitskräfte und Stammesmilizen beteiligt. Die Opfer sind Zivilisten, die zwischen die Fronten geraten.
2014 Geplanter Abzug der Truppen und Präsidentschaftswahlen Geplanter Abzug der Truppen und Präsidentschaftswahlen
USA und Nato planen den Rückzug.

Die afghanische Regierung ist auch nach dem Abzug der Truppen auf eine Zuwendung der USA und ihrer Alliierten angewiesen. Die weitere militärische- und finanzielle Unterstützung der afghanischen Truppen soll nun über ein Abkommen geregelt werden.

Mission

Mit dem Abzug der internationalen Truppen sowie den Präsidentschaftswahlen stehen Afghanistan im Jahr 2014 bedeutende Veränderungen bevor.

vKolumbien
«Wir Afghanen haben einen Traum: Eines Tages werden wir keinen Lärm von Kämpfen mehr hören, der Krieg wird vorüber sein. Das alles war einfach zu viel.»
Najmuddin, Direktor Orthopädiezentrum IKRK Kabul
www.icrc.org/afghanistan
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Hector Cordoba Lozano - Wann sind Sie glücklich?
IKRK-Mitarbeiter