loading

Sitemap x

Der Palästina-Konflikt
Krieg der Vergeltung

d
scrollen

Im Gazastreifen zeigt sich die Hoffnungslosigkeit des israelisch-palästinensischen Konfliktes am deutlichsten

Im isolierten Küstenstreifen überleben
1,7 Millionen Menschen auf einer Fläche von 360Quadratkilometern.

Die palästinensischen Zivilisten – vor allem Kinder und Kranke – leiden unter der Hamas genauso wie unter der Blockade Israels. Im Westjordanland sind palästinensische Wohngebiete von jüdischen Siedlungen und Sperrzonen des Militärs eingeschnürt. Obwohl die UN-Vollversammlung im November 2012 Palästina zum «Beobachterstaat» machte, sind die Konfliktparteien weit entfernt von einer «Zwei-Staaten-Lösung».

Die Schlüsselfragen des Konfliktes sind seit der Teilung Palästinas und des ersten Nahostkrieges im Jahr 1948 offen. Es geht um Besatzung, Grenzen, Wasserrechte und die Rückkehr und Entschädigung der Flüchtlinge.

Standorte

Israel
RegierungssitzJerusalem
Bevölkerung7,7 Millionen Einwohner (2013)
AmtsspracheHebräisch, Arabisch
Lebenserwartung81,1 Jahre
BIP pro Kopf32‘800 US-Dollar (2012)
Palästinensische Gebiete
Administrative HauptstadtRamallah
Bevölkerung1,7 Millionen Einwohner (Gaza-Streifen)
2,676 Millionen (Westbank) (2013)
SpracheArabisch
Lebenserwartung~ 75 Jahre
BIP pro Kopf2900 US-Dollar (2008)
Tel Aviv vKongo rKolumbien

Stéphanie Eller - IKRK-Delegierte Israel

Stéphanie

Stéphanie Eller (28) beginnt ihre Arbeit beim IKRK Ende 2012. Es war schon immer der Traum der Lausannerin, im Ausland für das IKRK im Einsatz zu sein.

vKongo rKolumbien

Menschen vor Ort

vKongo rKolumbien

Hani t. Al-Sawada, Anna Rivkin, Suhair Zarrout und Said Aref Shaath sind für das IKRK in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten tätig. Die Französin Claire Decobecq ist mit ihrem Mann nach Tel Aviv übergesiedelt. Sie alle berichten von ihrem Alltag inmitten dieses seit Jahrzehnten andauernden Konfliktes.

Was tragen Sie in Ihrer Tasche?

Worauf sind Sie stolz?

Wann sind Sie glücklich?

Worüber machen Sie sich Sorgen?

Wie stellen Sie sich die Zukunft Ihrer Kinder vor?

Der Konflikt

Das tatsächliche Leid der Zivilbevölkerung gerät im Propagandakrieg zwischen israelischer Regierung, der Hamas im Gazastreifen und der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah im Westjordanland oft in Vergessenheit.

Ein Ende der humanitären Krise zeichnet sich bislang nicht ab.

Im Gazastreifen, dessen Blockade Israel seit 2007 aufrechterhält, sind mehr als 70 Prozent der Bevölkerung von humanitärer Hilfe abhängig.

Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

1947 Teilung Palästinas Teilung Palästinas
Am 29. November 1947 beschliesst die UN-Generalversammlung mit der Resolution 181 die Teilung des britischen Mandatsgebietes Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Der künftige Staat Israel, dessen Bevölkerung mit rund 900‘000 Menschen knapp die Hälfte der Einwohner Palästinas ausmachte, soll demnach 56 Prozent des Landes erhalten.
1948 Staatsgründung, erster Nahostkrieg Staatsgründung, erster Nahostkrieg
David Ben Gurion ruft in Tel Aviv den unabhängigen Staat Israel aus und sichert auch den palästinensischen Einwohnern das israelische Bürgerrecht zu. Ein grosser Teil der arabischen Bevölkerung ist bereits geflohen. Es folgt der erste Nahostkrieg: Ägypten, Syrien, Transjordanien, Libanon und Irak greifen Israel an.
1956 Suezkrieg, zweiter Nahostkrieg Suezkrieg, zweiter Nahostkrieg
Beginn des zweiten Nahostkrieges (Suezkrieg). Israel, Grossbritannien und Frankreich greifen Ägypten an. Auf Druck der UdSSR, die mit Atomwaffen drohen, und später auch der USA ziehen sich die Truppen aus Ägypten zurück. Grossbritannien und Frankreich verlieren infolge des Suezkrieges ihren Einfluss in der Region.
1964 Gründung der PLO Gründung der PLO
In Ostjerusalem findet der erste palästinensische Nationalkongress statt. Die Delegierten gründen die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO). 1969 übernimmt Yassir Arafat, der 1968 Vorsitzender der Fatah-Bewegung war, auch den Vorsitz der PLO und behält diesen bis zu seinem Tod 2004.
1967 Sechstagekrieg, dritter Nahostkrieg Sechstagekrieg, dritter Nahostkrieg
Im dritten Nahostkrieg besetzen israelische Streitkräfte das Westjordanland, Ostjerusalem, den Gaza-Streifen und dringen auf die Halbinsel Sinai vor. Später besetzen israelische Truppen das Ostufer des Suezkanals und die syrischen Golanhöhen.
1973 Yom-Kippur-Krieg, vierter Nahostkrieg Yom-Kippur-Krieg, vierter Nahostkrieg
An Yom Kippur, dem heiligsten aller jüdischen Feiertage, beginnen Syrien und Ägypten einen Angriff auf Israel. Erst knapp zwei Tage später haben die überraschten israelischen Militärs ihre Truppen vollständig mobilisiert. Der UN-Sicherheitsrat fordert Ägypten, Israel und Syrien auf, Waffenstillstand zu schliessen. Auf Druck der USA und der Sowjetunion stellen die bewaffneten Gruppen die Kämpfe ein.
1987 Erste Intifada Erste Intifada
Im Gazastreifen gerät eine Demonstration ausser Kontrolle, palästinensische Jugendliche werfen Steine und Molotowcocktails auf Armeeposten, israelische Soldaten erschiessen einen Jugendlichen. Danach weiten sich die Proteste zu einem Aufstand aus, der alle palästinensischen Gebiete erfasst und bis 1993 andauert.
1993 - 1994 Osloer-Abkommen Osloer-Abkommen
Palästinenserpräsident Yassir Arafat und der israelische Premier Yitzak Rabin vereinbaren die gegenseitige Anerkennung Israels und der PLO. Die Verwaltung von Gaza und Jericho im Westjordanland wird einer Palästinensischen Nationalbehörde übertragen. Arafat verlegt sein Hauptquartier nach Ramallah.
2000 Zweite Intifada Zweite Intifada
Der Besuch des Likud-Partei-Chefs Ariel Sharon auf dem Jerusalemer Tempelberg – der drittheiligsten Stätte des Islam – löst schwere Unruhen aus. Es beginnt die zweite Intifada. Nach mehreren Selbstmordattentaten lässt der inzwischen zum Premier gewählte Sharon die nach den Osloer Verträgen geräumten Gebiete wieder besetzen.
2003 «Road Map» «Road Map»
Das Nahost-Quartett (USA, EU, UNO und Russland) stellt eine «Road Map» für ein Ende des Nahostkonflikts und eine «Zwei-Staaten-Lösung» bis 2005 vor. Die Vereinten Nationen verurteilen den Bau des Schutzwalls zum Westjordanland.
2005 Rückzug aus dem Gazastreifen Rückzug aus dem Gazastreifen
Nach 38 Jahren Besatzung zieht das israelische Militär aus dem Gazastreifen ab. Es werden tausende Siedler evakuiert – freiwillig und unfreiwillig.
2006 - 2007 Hamas im Gazastreifen – Entführung von Gilad Shalit Hamas im Gazastreifen – Entführung von Gilad Shalit
Bei den Wahlen 2006 gewinnt die Hamas gegen die machthabende Fatah-Bewegung. 2007 übernimmt die Hamas die militärische Macht im Gazastreifen.
2008 - 2009 Gaza-Krieg (Operation «Gegossenes Blei») Gaza-Krieg (Operation «Gegossenes Blei»)
Nach Raketenangriffen der Hamas bombardiert Israels Luftwaffe den Gazastreifen. Danach marschieren Bodentruppen ein. Anfang 2009 zieht das Militär wieder ab.
2012 Luftangriffe auf Gaza (Operation «Wolkensäule») Luftangriffe auf Gaza (Operation «Wolkensäule»)
Aufgrund des Raketenbeschusses israelischer Gebiete aus dem Gazastreifen startet die Armee Luftangriffe.
2013 Bürgerkriege und Machtwechsel in den Nachbarstaaten Bürgerkriege und Machtwechsel in den Nachbarstaaten
Im Mai begeht Israel den 65. Jahrestag seiner Staatsgründung. Die Lage im Nahen Osten ist – nach dem Militärputsch in Ägypten und mit dem Bürgerkrieg in Syrien – instabiler und gefährlicher als je zuvor.

Mission

Das IKRK in der Rolle als neutraler Vermittler ist im Nahostkonflikt nicht immer willkommen. In diesem Krieg wird das Leid der Zivilbevölkerung immer wieder für Propaganda missbraucht.

vKongo rKolumbien
«Das was man liebt zu tun und darüber hinaus bezahlt zu werden, das ist ein Traum. Und es war wirklich eine Bestätigung für mich, das was ich tun wollte. Das ist eine Herausforderung, man muss sich anpassen, man muss immer ein wenig vorausdenken. Und vor allem der humanitäre Aspekt der Arbeit, ich liebe das, was ich mache.»
Stéphanie Eller, IKRK-Delegierte Israel
www.icrc.org/israel
Afghanistan Kolumbien Israel Dem. Rep. Kongo Schweiz
x
Hector Cordoba Lozano - Wann sind Sie glücklich?
IKRK-Mitarbeiter