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Demokratische Republik Kongo
Kreislauf der Gewalt

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Seit Jahrzehnten werden die Menschen im Kongo durch Kriegswirren, Konflikte und Korruption gepeinigt.

Obwohl der kongolesische Boden äusserst fruchtbar und immens reich an Rohstoffen wie Kupfer, Kobalt, Gold, Diamanten, Coltan und Erdöl ist, profitiert die Bevölkerung kaum davon.

Der grösste Teil lebt in bitterer Armut. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo fordert einer der blutigsten Konflikte Afrikas Millionen Tote.

Die Region ist bis heute umkämpft. Plünderungen, Vergewaltigungen und Morde sind an der Tagesordnung und zwingen die Menschen zur Flucht. Die Menschenrechtslage ist katastrophal.

Standorte

Kongo
HauptstadtKinshasa
Bevölkerung46 Millionen Einwohner (2013)
AmtsspracheFranzösisch
Lebenserwartung56 Jahre
BIP pro Kopf400 US-Dollar (2012)
Goma vSchweiz rIsrael

Ursula Kayali - IKRK-Delegierte Dem. Rep. Kongo

Ursula

Ursula Kayali arbeitet seit über 20 Jahren für das IKRK. Sie hilft derzeit den Menschen im Osten des Kongo. Ursula möchte mit ihrer Arbeit einen «Unterschied» machen.

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Menschen vor Ort

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Ursula Kayali und Alice Masika arbeiten unermüdlich für das Wohlergehen der lokalen Zivilbevölkerung. Sie schildern ihren Stolz auf ihre Arbeit und sagen, was sie glücklich macht, trotz der Gräuel, die sie erlebt haben.

Was tragen Sie in Ihrer Tasche?

Worauf sind Sie stolz?

Wann sind Sie glücklich?

Worüber machen Sie sich Sorgen?

Wie stellen Sie sich die Zukunft Ihrer Kinder vor?

Der Konflikt

1994 tobt in Ruanda ein Völkermord. In nur 100 Tagen töten Hutu-Extremisten rund 800‘000 Tutsi und gemässigte Hutu.

Die Mörder werden bald selbst zu den Gejagten. Eine Armee von Exil-Tutsi aus Uganda marschiert unter der Führung von Paul Kagame, dem heutigen Präsidenten, in Ruanda ein. Viele der Mörder flüchten ins Nachbarland Zaire, die heutige Demokratischen Republik Kongo.

In den Flüchtlingslagern um Goma sammeln sich Hundertausende von Hutu. Bis heute sind zahlreiche Konflikte im Osten des Kongo eine Folge des ethnischen Konfliktes in Ruanda.

Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

1960 Unabhängigkeit Unabhängigkeit
Am 30. Juni wird der Kongo unabhängig mit Patrice Lumumba als Premierminister und Joseph Kasavubu als Präsident.
1961 Ermordung von Patrice Lumumba Ermordung von Patrice Lumumba
Die belgische Regierung lässt Lumumba nach Katanga zu fliegen. «Jetzt wird getötet, nicht wahr?» – nach Stunden der Folter sind dies die letzten überlieferten Worte des ersten Premiers der unabhängigen Republik Kongo.
1965 Mobutu putscht sich an die Macht Mobutu putscht sich an die Macht
General Joseph-Désiré Mobutu putscht sich mit Unterstützung der CIA an die Macht.
1994 Genozid in Ruanda Genozid in Ruanda
Hundertausende von Hutu-Flüchtlingen strömen nach dem Genozid in Ruanda in die Region des Kivu. Darunter sind auch solche, die für den Völkermord verantwortlich sind. Rebellen, die von Ruanda gesteuert werden, greifen die Lager im Kongo an. Es kommt zu zahlreichen Massakern an Hutu-Flüchtlingen.
1996 - 1997 Erster Kongo-Krieg Erster Kongo-Krieg
Der erste Kongo-Krieg beginnt. Tutsi-Rebellen erobern mit der Unterstützung der ruandischen Armee weite Teile des Ost-Kongo und stürzen das Mobutu-Regime. Laurent Kabila wird neuer Präsident, zunächst mit der Unterstützung der beiden Zwergstaaten Uganda und Ruanda. Kabila gibt 1997 Zaire wieder den alten Staatsnamen «Demokratische Republik Kongo». Als Kabila sich jedoch 1998 gegen Ruanda und Uganda wendet, beginnt einer der verheerendsten Kriege der afrikanischen Geschichte.
1998 - 2002 Zweiter Kongo-Krieg Zweiter Kongo-Krieg
In diesem verheerendsten Krieg Afrikas sterben Millionen Menschen.
2001 Ermordung Laurent Kabilas Ermordung Laurent Kabilas
Laurent Kabila wird von einem seiner Leibwächter ermordet. Die Hintergründe des Attentats sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Sein Sohn, Joseph Kabila, 29 Jahre alt, wird Präsident.
2003 Abkommen von Sun City (Südafrika) Abkommen von Sun City (Südafrika)
Der Übergang zu einer demokratischen Regierung wird vorbereitet mit einer neuen Verfassung, mit Kabila als Präsident an der Spitze und einer Regierung der «nationalen Einheit». Der Norden und der Osten bleiben Kriegsgebiet. Die UN entsendet eine EU-Truppe nach Bunia, um Massaker zu verhindern.
2005 - 2006 Freie Wahlen Freie Wahlen
Die Wähler stimmen mit 84,3 Prozent der neuen Verfassung zu und ebnen den Weg für Neuwahlen im Jahre 2006. Im Juli 2006 finden seit Jahrzehnten wieder freie Wahlen statt. Joseph Kabila gewinnt gegen Jean-Pierre Bemba. Internationale Wahlbeobachter bestätigen die rechtmässige Wahl Kabilas zum Präsidenten.
2009 UN-Bericht kritisiert Kriegswirtschaft UN-Bericht kritisiert Kriegswirtschaft
Die Region im Osten des Kongo kommt nicht zur Ruhe. Der UN-Sicherheitsrat fordert die Blauhelm-Mission Monuc zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Die Mission wird 2010 in Monusco umbenannt.
2011 Präsidentschaftswahlen Präsidentschaftswahlen
Kabila siegt mit offiziell 48.9 Prozent der Stimmen. 
Sein Hauptgegner Etienne Tshisekedi erkennt das Wahlergebnis, das auch von internationalen Beobachtern angezweifelt wird, nicht an.
2012 - 2013 Aufstand der M23 Aufstand der M23
Rebellen der Gruppierung M23 nehmen im November 2012 die Stadt Goma ein.

Mission

Die politische Lage in der Demokratischen Republik Kongo bleibt angespannt. Die Nachbarstaaten Südsudan und Zentralafrikanische Republik sind Kriegsgebiete. Das IKRK steht der Bevölkerung bei und leistet Nothilfe.

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«Goma ist eine Stadt, in der man von Tag zu Tag lebt. Man passt sich jeder neuen Situation an. Und darin liegt für mich die Stärke der Bevölkerung.»
Alice Masika, IKRK-Mitarbeiterin, Dem. Rep. Kongo
www.icrc.org/congo
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Hector Cordoba Lozano - Wann sind Sie glücklich?
IKRK-Mitarbeiter